Tribut an den Blutgott

Heute wieder ein deutscher Text meinerseits. ­čÖé
Er ist in einer Zeit entstanden, in der ich mich nicht besonders gut f├╝hlte. Eine Interpretation steht euch offen ­čśÇ

This picture belongs to B-Keks. (
http://b-keks.deviantart.com/ )
Don’t use it without her permission!

Dunkelheit.
Sie wohnt in meiner Seele, hat sich dort ein gem├╝tliches Nest gesponnen.
Ausgepolstert ist es mit all der schillernden Verzweiflung in mir, die sich mir t├Ąglich in neuen Farben darbietet.
Die Dunkelheit f├╝hlt sich dort wohl.
Sie hat l├Ąngst alle Hoffnung erstickt, den letzten Funken erst vor wenigen Tagen, dabei kein einziges Mal gez├Âgert. Kein einziges Mal zur├╝ck geschaut.
Stattdessen lachte sie und rief den Blutgott zu sich, der schon immer ihr Freund gewesen war. Lange lebte er nur versteckt hinter ihr, tauschte sich nur mit seiner Schwester, der Verzweiflung aus, doch nun tritt er offen zu Tage.
Jeder soll ihn sehen, die Spuren die er hinterlassen hat.
Hat er nicht wundersch├Âne Muster hinterlassen, Landschaften voller Gef├╝hl und so individuell wie das Leben? Seine wei├čen Spuren erklingen von Geschichten, die niemand h├Âren darf, doch jetzt hat er eine Chance.
Der Blutgott spricht mit mir selbst, er wendet sich an mich, mit seinem Versprechen und wei├č, dieses Mal h├Âre ich ihn. Ich geh├Âre ihm, so wie er mir geh├Ârt, wir sind Teil des jeweils anderen Lebens. Wie k├Ânnte ich ihm verweigern, was ich mir selbst w├╝nsche?
Die Dunkelheit umarmt uns in ihrer F├╝rsorge und zeigt mir ihr kunstvoll gewebtes Netz. Sie vermittelt immer noch zwischen uns, w├Ąhrend Schwester Verzweiflung mir zul├Ąchelt.
Ja, sie versteht mich. Wahrscheinlich ist sie die einzige in meiner Seele, die wei├č wie es mir geht.
Der Blutgott legt mir eine Hand auf die Schulter.
Ich wei├č den Weg den ich gehen muss, wenn ich m├Âchte, dass es endet.
Lasst es enden.
Blutrote Schlieren zeichnen sich in der Dunkelheit ab, meine Augen folgen ihnen voller Bewunderung, voller Faszination. Mein Geist ist hypnotisiert.
Endlich darf er fallen, endlich loslassen.
Er versinkt in einem dunklen Rot, es ist warm und wir sind beh├╝tet. Dort kann uns niemand etwas tun, denn der Blutgott ist bei uns.
Tropfen um Tropfen f├Ąllt, rinnt hinunter, durch die Schw├Ąrze, durch schillerndes Wei├č und es wird eine neue Landschaft kreiert.
Ein neuer Weg, eine neue Zeit.
Erleichterung steht an dessen Wegesrand, winkt mir zu. Ich l├Ąchle gl├╝cklich, es ist so lange her, dass ich sie sah.
Und an ihrer Seite fliege ich mit den G├Âttern und meinen Schwestern ├╝ber das Land, betrachte von oben das neu Erschaffene und bin endlich frei.
Ein Lachen entschl├╝pft meiner Kehle und ich zeige euch, wohin ihr mich f├╝hrtet.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *