Bonne Bamser

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Hallo!

Der kleinen Kerl den ihr oben auf dem Bild sehen könnt, heißt Bonne Bamser.
Sein Leben begann mit einer Idee und einem alten Strampler mit Löchern. Ihr kleiner Neffe hatte ihn oft getragen und er war voller Erinnerungen. Somit würde das neue Leben, der kleine Bamser, in gewisser Weise ebefalls voller Erinnerungen sein.
Nitzi von Smukke ting in Wuppertal rief ihn ins Leben und gab ihm seinen Namen: Bonne, der Kraftvolle.
Bonne wurde im August geboren und der Tag an dem er das erste Mal das Licht sah würde für immer in seinen Erinnerungen gebrannt sein.
Er wusste, dass er einst einem kleinen Kind gehört hatte, er erinnerte sich an die Stimme der Frau die ihn zu Nitzi gebracht hatte, zusammen mit einigen anderen Eindrücken.
Aber die ersten Dinge die er mit seinen eigenen Augen sehen konnte, waren seine ersten wahren Erinnerungen.
Und er wartete. Bonne wusste, dass der Tag kommen würde von dem an er an einem anderen Ort leben würde.
Obwohl dieser Ort auch sehr schön und voller Stromper und Kunst war. Er war gerne dort, doch als immer mehr Tage vergingen, wurde er traurig. Sie war immer noch nicht da. Es dauerte einfach zu lange!
Doch er war nicht alleine in dieser Zeit, Nitzi kümmerte sich um ihn und versicherte ihm, dass er eines Tages nach Hause geholt werden würde. Eines Tages würden sich die Türen öffnen und er würde das kleine Kind kennenlernen.
Er musste nur geduldig sein.
Einige Zeit verging und er bekam Gesellschaft von einem weiteren Bamser, der ebenfalls auf seinen neuen Besitzer wartete. In ihren Papiertüten begannen sie miteinander zu reden und sich so die Zeit zu vertreiben. Sie sprachen über ihre Träume und Wünsche, über ihre Zukunft mit einem Kind und wie spannend und aufregend alles sein würde.
Es gab Tage an denen Bonne die Hoffnung verlor, doch da war Nitzi mit ihrem freundlichen Lächeln und der Fröhlichkeit die sie versprühte. All dies machte ihn ebenfalls wieder glücklich. Manchmal holte sie ihn sogar heraus und zeigte anderen Menschen wie ein individuell in Auftrag gegebener Bamser aussehen konnte. Es waren seine stolzesten Momente, denn er wusste wie wichtig er war und dass die Gedanken von mindestens vier Menschen zu ihm geführt hatten. Er war etwas ganz Besonderes.
Es gab nur einen Bamser Bonne, mit einem Schaf auf dem Rücken, ein Pflaster an seinem Fuß und einem großen Herzen, das jeder sehen konnte.
Doch die Dunkelheit ließ sich nicht vollständig abschütteln, wieder war ein Tag vergangen an dem sie nicht gekommen war, die eine, die ihn nach Hause bringen würde.
Eines Tages, Nitzi kam später, was ihn schon beunruhigte, änderte sich alles.
Er hörte plötzlich eine vertraute Stimme und es fiel ihm so schwer still in seiner Papiertüte zu verharren und zu warten. Er war so aufgeregt und hoffte, dass er gut aussah, aber nicht als hätte er gewartet. Auf der anderen Seite aber auch nicht, als würde es ihn nicht kümmern.
Aber das Wichtigste: Würde sie ihn wirklich mögen?
Der große Moment war gekommen. Die Sonne schien hell durch das Fenster, er hörte Vögel singen, das Radio spielte Musik und Arme hielten ihn in die Höhe. Die Zeit selbst schien zu gefrieren.
Bis er einen glückliches Quietschen vernahm zusammen mit den Worten: „Er ist soooo niedlich!!“. Er sah ihre glücklich leuchtenden Augen, so voller Freude und Stolz. Schlussendlich umarmte sie ihn und er fühlte sich als würde er fliegen.
Dies, genau dies war seine Bestimmung im Leben.
Sie bedankte sich bei Nitzi dafür, dass sie sich um ihn gekümmert hatte, fragte sogar, ob er sich wohl gefühlt hatte und entschuldigte sich für die lange Zeit die sie gebraucht hatte.
Einen Monat.
Aber jetzt würde sie ihn nach Hause bringen.
“Nach Hause”, flüsterte Bonne leise. Nach einem Monat war es aber auch wirklich höchste Zeit.

Sie nahm ihn mit in seiner Tasche und erzählte ihm, dass er leider noch einmal anderthalb Monate warten musste, bis er schlussendlich Kili, ihren kleinen Neffen, kennenlernen konnte.
Er versuchte nicht enttäuscht zu sein, lächelte weiter, auch wenn er schon wieder allein sein und warten musste. Dieses Mal wurde ihm versichert, dass sie ihn eines Tages zu Kili bringen würde. Er müsste nur geduldig sein.
Aber er wollte nicht länger geduldig sein, er wollte sein Zuhause finden, wollte mit dem kleinen Jungen zusammen sein, seinen neuen, besten Freund! Warum verstand das niemand?
Aber schlussendlich ging es doch immer nur darum zu Lächeln, richtig?

Er reiste eine ihm lange erscheinende Zeit mit dem Zug bis sie einen Stadtteil Namens Zons erreichten. Die Häuser sahen alt aus und sie erklärte ihm das Mittelalter und welchen Namen die einzelnen Bauten hatten. Viele der Häuser waren bunt.

Sie setzte ihn in die Sonne und er konnte den wunderbar blauen Himmel sehen.
Welch ein wunderschöner Ort, ideal zum entspannen.
Er schaute in ihre Augen, während sie mit ihrer Freundin sprach und verstand: sie wusste, dass er enttäuscht war. Sie hatte hinter sein Lächeln geschaut und verstanden wie er wirklich fühlte.
Bonne lächelte ein echtes Lächeln, kein erzwungenes.
Heute hatte er etwas sehr wichtiges gelernt: es gab keinen Grund sich zu verstecken. Sie würde verstehen wie er sich fühlte, auch dann, wenn ihre Handlungen dafür verantwortlich waren.

 

 

 

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This is Bonne Bamser.
His life began with an idea and an old romper suit with holes in it. Her little nephew wore it very often and therefore it was full of memories. In some way the new life, the little Bamser, would be full of memories too.
Nitzi from Smukke ting in Wuppertal created the little Bamser and gave him his name:
Bonne, the powerful.
Bonne was born in august and the day he saw the first time light would be forever engraved into his memories. He knew that he once belonged to a beloved child, he remembered the voice of the woman who brought him there and a few other things. But the first things he could see with his own eyes were the first real memories.

He waited. He knew there would be a day he would live in another place.
The place he lived now was beautiful and full of Strompers and art. He liked it there, but as the days went by, he grew sad. She still wasn’t there. Bonne hat to wait such a long time.
But he wasn’t alone in this time, Nitzi cared for him and assured him, one day she would come. One day the doors would open and she would take him with her to a little child. He just had to be patient. After a while there was another Bamser, waiting for his new owner to come and they began to talk in their paper bags. They talked about their dreams and wishes, about their future with a child and how new and exciting everything would be.
Some days Bonne lost hope, but Nitzi’s friendly smile and the happiness she spread made him happy again too. And sometimes she showed him around, to let other people know how a customized Bamser could look like. These were his proudest moments, because he knew his importance, the thoughts at least four people put in him and how special he was.
Only one Bamser Bonne with a sheep on his back, a patch on his feet and a big heart for everyone to see.
But darkness came again and another day was gone without a trace of her, the one who would bring him to his new home.
One day, Nitzi came later to work as usually which already got him worried, it all changed. He heard a well known voice and it was difficult for him to stand still in his paper back. Bonne was too exccited. He hoped he looked great, didn’t looked like he had waited, but on the other side she shouldn’t think he didn’t care.
Most importantly: would she really like him?
The moment was there. Outside the sun was shining, he heard birds, music from the radio, felt hands holding him up and then everything froze.
Until he heard a happy squeek, the words „He’s so cute!!!“, saw her shining eyes, full of happiness and joy. Finally she hugged him and he felt like flying. That, exactly that was his purpose in life.
She thanked Nitzi for taking care of him, even asked if he felt well and apologized for needing one month to finally take him with her.
One month.
And now she would bring him home.
“Home”, the little Bamser whispered. It was really time after a whole month.

She took him away in his bag and told him, he had to wait another one and a half month until he would get to know Kili, her little nephew.
He really tried not to be disappointed, kept the smile on his face, but again he had to be alone and wait. Now this time she would assure him, that one day, she would take him to Kili. He just had to be patient. He didn’t want to be patient any more, he wanted to find his home, wanted to be with this little boy, his new best friend! Why could nobody understand this?
But it was all about smiling, right?
They travelled a long time with the train, until they reached something called Zons. A small quarter of Düsseldorf, it looked old and she explained to him the middle ages. The houses were old and colourful.

She put him into the sun and he could see the blue wonderful sky.

What a beautiful place.
He looked her in the eyes, while she talked with her friend and realised: she knew that he was disappointed, she had looked behind his smile and saw what he really felt. He smiled a real smile, not a fake one. Today he learned something important: there was no need to hide. She would understand how he felt, even if it was because of things she did. And she would try to make things up to him, so he could smile again.

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